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  • 10. Januar 2016

Immobilienmarkt – Blase oder langfristiger Trend

Bei der Immobilienblase oder Spekulationsblase kommt es zu einer deutlichen Überbewertung von Immobilien. Früher oder später erreicht der Markt einen Höchststand; dann fallen die Preise.


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Jeder, der dieser Tage die deutschen Nachrichten hört, kann sich kaum vorstellen, dass wir uns in einer Immobilienblase befinden. Zwar sind die Preise in den letzten Jahren vor allem in den Städten stetig gestiegen, sodass Immobilien immer weniger leistbar werden. Aber Blase?

Was ist dran an der Immobilien-Blase?

Bis zum Beginn der Flüchtlingskrise waren die Meinungen sehr gespalten. Die einen meinten, der Zenit am Immobilienmarkt sei nun überschritten, die anderen meinten, es gäbe keine Blase. Immobilien seien immer sicherer als Bargeld und deshalb nach wie vor beliebt. 

Die Umstände ändern sich schneller als die Polizei erlaubt

Seit der großen Völkerwanderung ist jedoch vieles anders in der Immobilienbranche. Bei einem derzeitigen Anhalten des Zuzugs wird jeder Wohnraum gebraucht. Der Bedarf ist enorm. Von Zelten, über Container, Turnhallen und aufgelassenen Fabrikgebäuden bis zu Kasernen wird zurzeit jedes zur Verfügung stehende Objekt zu temporärem Wohnraum umfunktioniert, damit man der Masse an Bedarf überhaupt Herr werden kann. Dabei ist dies erst der Anfang: die Zelte und Container sind ja nur vorübergehend in Verwendung. Die Menschen möchten doch gerne in stabilen, festen Unterkünften wohnen. Sollte sich die Gesetzeslage nicht ändern, ist von keiner Blase am Immobilienmarkt auszugehen, sondern vom Gegenteil.

Allerdings - bleiben Sie wachsam. Es ist unbedingt anzuraten, die Nachbarschaft seines Objektes in naher Zukunft genau im Auge zu behalten. Ziehen nämlich nicht die richtigen Leute in Ihre Nachbarschaft, kann es mittlerweile schnell zu einem Preisverfall kommen. Ihr Objekt ist plötzlich weniger Wert, weil das Gegenüber nicht mehr passt. Gerade am Land hat dieses Kriterium schon einigen Besitzern, die jetzt verkaufen wollten, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der erwartete Preis blieb unter den Erwartungen. Im städtischen Kontext ist es nicht ganz so kritisch. Hier ist doch generell von mehr Komplexität im städtischen Gefüge auszugehen, die Strukturen am Immobilienmarkt können sich schneller wieder ändern. Die Lage ist aber immer noch wichtig. Sie bleibt aber nicht mehr, so wie bislang, auf Jahrzehnte festbetoniert. Denn die Lage heißt nun auch: Nachbarschaft.

Wenn Sie also jetzt an das Verkaufen denken, so ist abzuwägen, ob Sie auf Grund des auch in Zukunft bestehenden Mangels einen noch besseren Preis erzielen werden können. Oder ob Sie befürchten müssen, dass sich Ihre Nachbarschaft verändern wird, und der Preis sinken wird. Die Bundesbank hat die Immobilienpreise der sieben wichtigsten Großstädte mit dem rechnerisch ermittelten Wert verglichen, der aufgrund demografischer und ökonomischer Daten langfristig zu erwarten sei. Ergebnis: Sie sind im Schnitt um ein Viertel zu hoch.

Die Blase am Immobilienmarkt bildet sich derzeit wo?

Es brodelt. Seit Jahresbeginn sind die Börsen in den Keller gerauscht. Das hat damit zu tun, dass in China die Börse eingeknickt ist. Hier gibt es nämlich tatsächlich eine Immobilienblase. Viele der neu errichteten Wohnungen stehen leer. Ganze Viertel sind nicht verkauft oder vermietet. Schon länger wird dies beobachtet und man erwartet das Platzen der Blase. Ein Platzen, welches weit größer sein wird, als ein Platzen einer Immobilienblase in Deutschland. China hat die Kraft, die ganze Weltwirtschaft mitzureißen und ins Chaos zu stürzen. Davor haben 2016 viele Wirtschaftsexperten Angst. Wenn es zu einem Crash kommt, so sagen sie, dann beginnt er wahrscheinlich in China. So wie 2008 die Immobilienblase im Westen, in den USA, geplatzt ist, so könnte es uns diesmal vom Osten her treffen. Vieles deutet darauf hin.

Fazit: Es gibt viele plausible Erklärungen für den rasanten Anstieg der Haus- und Wohnungspreise: Sie steigen, weil die Käufer auf steigende Preise spekulieren. "Wenn der Preis heute nur darum hoch ist, weil Investoren glauben, dass der Verkaufspreis morgen hoch sein wird, wenn fundamentale Faktoren solche Preise anscheinend nicht rechtfertigen, dann existiert eine Blase" – so erklärte der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz im letzten Jahrhundert das Phänomen. 


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