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Was bedeutet die Weiterbildungsverpflichtung für Immobilienmakler?

Ab dem 1. August 2018 müssen alle selbstständigen Immobilienmakler, darunter auch die freien Handelsvertreter und Wohnimmobilienverwalter gemäß §34 C der Gewerbeordnung (GewO) regelmäßig in einem Zeitraum von 3 Kalenderjahren 20 Zeitstunden Fach-Fortbildungen absolvieren.


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bekannt durch:

Zudem gilt es für sie, einen Nachweis über diese Fortbildungen bei den Gewerbeämtern und allen Kunden vorzulegen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Personen bereits mehrere Jahre Berufserfahrung haben oder nicht. 
Für die Immobilienverwalter wird zudem die Pflicht eingeführt, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. 

Eine Ausnahme von dieser Pflicht gibt es jedoch: Wer über einen anerkannten Aus- oder Fortbildungsabschluss verfügt, wird für die ersten drei Jahre nach Aufnahme seiner Tätigkeit von der Weiterbildungspflicht befreit. Als Beispielberufe gelten Immobilienkaufmann und Immobilienfachwirt. 
Die genaue Ausgestaltung dieser Fortbildungs- und Versicherungspflicht ist in der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) festgeschrieben.

Nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1.8.2018 wird jenen Wohnimmobilienverwaltern, die bereits tätig sind, eine Frist eingeräumt. Bis zum 1.3.2019 müssen sie ihre Erlaubnis beantragen. Der dreijährige Zeitraum endet mit dem 31. Dezember 2020. 

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Wie kann die Fortbildungspflicht erfüllt werden?

Um der Pflicht gerecht zu werden, bestehen mehrere Möglichkeiten. Einerseits werden in der Verordnung Präsenzseminare erwähnt, andererseits aber auch ein begleitetes Selbststudium (beispielsweise per E-Learning) und betriebsinterne Maßnahmen. Des Weiteren kann man sich in einer sogenannten „anderen geeigneten Form“ fortbilden. Mögliche Themenbereiche der Weiterbildung sind in einer Anlage zur Verordnung aufgelistet. Sie unterscheiden sich selbstverständlich von Berufsgruppe zu Berufsgruppe. Für Verwalter sind die zugelassenen Themenbereiche die Grundlagen der Immobilienwirtschaft, rechtliche Grundlagen, kaufmännische Grundlagen, Verwaltung von Wohnungseigentumsobjekten, Verwaltung von Mietobjekten, technische Grundlagen der Immobilienverwaltung, Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutz. 

Mögliche Themenfelder der Fortbildung Makler sind die Komplexe Kundenberatung, Grundlagen des Maklergeschäfts, rechtliche Grundlagen, Wettbewerbsrecht, Verbraucherschutz, Grundlagen Immobilien und Steuern sowie die Grundlagen der Finanzierung. Darüber hinaus enthält die Anlage zur Verordnung genauere Informationen darüber, welche einzelnen Themen in diesen Komplexen infrage kommen. 

Kann man von der Fortbildungspflicht befreit werden?

Eine Befreiung von der Weiterbildungspflicht, beispielsweise während der Elternzeit oder aufgrund einer nur unerheblichen Tätigkeit sieht der Gesetzgeber nicht vor. Die Aufschiebung der Pflicht für (u. a.) Immobilienkaufmänner und Immobilienfachwirte für drei Jahre ab Aufnahme der Tätigkeit ist die einzige anerkannte Ausnahme. 
Sonderregelungen bestehen dennoch: Wer in beiden Tätigkeitsfeldern aktiv ist, muss auch für beide Nachweise erbringen. Auch hier gelten jeweils Weiterbildungen mit einem Umfang von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. 

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Inhaltliche Anforderungen an die Weiterbildung der Immobilienmakler

Kundenberatung
  • Serviceerwartungen des Kunden
  • Besuchsvorbereitung/Kundengespräch/Kundensituation
  • Kundenbetreuung
Grundlagen des Maklergeschäfts
  • Objektangebot und Objektanalyse
  • Teilmärkte des Immobilienmarktes
  • Preisbildung am Immobilienmarkt
  • Die Wertermittlung
  • Gebäudepläne, Bauzeichnungen und Baubeschreibungen
  • Relevante Versicherungsarten im Immobilienbereich
  • Umwelt- und Energiethemen im Immobilienbereich
Rechtliche Grundlagen
  • Bürgerliches Gesetzbuch
  • Allgemeines Vertragsrecht
  • Maklervertragsrecht
  • Mietrecht
  • Grundstückskaufvertragsrecht
  • Bauträgervertragsrecht
  • Grundbuchrecht
  • Wohnungseigentumsgesetz
  • Wohnungsvermittlungsgesetz
  • Zweckentfremdungsrecht
  • Geldwäschegesetz
  • Makler- und Bauträgerverordnung
  • Informationspflichten des Maklers
  • Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung
  • Telemediengesetz
  • Preisangabenverordnung
  • Energieeinsparverordnung
Wettbewerbsrecht
  • Allgemeine Wettbewerbsgrundsätze
  • Unzulässige Werbung
Verbraucherschutz
  • Grundlagen des Verbraucherschutzes
  • Schlichtungsstellen
  • Datenschutz
Grundlagen Immobilien und Steuern
  • Einkommensteuern
  • Körperschaftsteuern
  • Gewerbesteuer
  • Umsatzsteuer
  • Bewertungsgesetzabhängige Steuern
  • Spezielle Verkehrssteuern (Grunderwerb- und Grundsteuern)
Grundlagen der Finanzierung
  • Allgemeine Investitionsgrundlage und Finanzierungsrechnung
  • Kostenerfassung
  • Eigenkapital und Kapitaldienstfähigkeit
  • Kosten einer Finanzierung
  • Kreditsicherung und Beleihungsprüfung
  • Förderprogramme, Wohnriester
  • Absicherung des Kreditrisikos im Todesfall
  • Steuerliche Aspekte der Finanzierung

Wie muss die Fortbildung den Behörden gemeldet werden?

Ursprünglich hatte der Gesetzgeber geplant, dass die von der Verordnung betroffenen Berufsstände jährliche Nachweise über ihre absolvierten Weiterbildungen erbringen müssen. Der dem Bundesrat vorgelegte Entwurf änderte den Zeitraum hingegen zu drei Jahren. Nachdem sich der Wirtschaftsausschuss eingeschaltet hat, wird diese Vorgabe nun noch weiter entschärft.

Verwalter und Makler werden den Nachweis lediglich zu erbringen haben, wenn sie von der Behörde um Auskunft gebeten werden. Diese Maßnahmen dient nicht nur dem Schutz der Immobilienmakler, sondern soll auch die Belastung der Gewerbeämter reduzieren. So müssen sie nicht mehr tausende Nachweise entgegennehmen, sondern können auf eigene Initiative tätig werden. Auf diese Weise stärkt die Änderung die reibungslose Durchführung der Gewerbeüberwachung.

Zudem ermöglicht es der Behörde, intensivere Nachforschungen anzustellen, was gleichzeitig die Makler zu einer ernsthafteren Weiterbildung anhält.

Sollte das Gewerbeamt einen Nachweis verlangen und der Berufler dieser Aufforderung nicht nachkommen, hat er ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro zu entrichten.

Bestehen auch Informationspflichten?

Des Weiteren sind Makler und Verwalter ab dem 1. August 2018 rechtlich dazu verpflichtet, ihren Auftraggebern auf Nachfrage gewisse Informationen bereitzustellen.

So müssen Immobilienmakler bei einem entsprechenden Antrag Auskunft darüber geben, welche beruflichen Qualifikationen sie besitzen und welche Fortbildungen sie in den vergangenen drei Jahren absolviert haben.

Dazu ist es ausreichend, auf Angaben auf der eigenen Internetseite zu verweisen. 

Wie ist die Versicherungspflicht für Verwalter gestaltet?

Künftig müssen Wohnimmobilienverwalter eine Mindestversicherungssumme für jeden Versicherungsfall vorweisen können, die 500.000 Euro betragen muss. Die Gesamtheit der Versicherungsfälle eines Jahres muss von einer Mindestsumme von einer Million Euro abgedeckt sein. 

Was hat es mit der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) auf sich?

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) trägt in ihrer vollen Form den Titel Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehens- und Anlagenvermittler, Anlageberater, Bauträger und Baubetreuer. Es handelt sich dabei um eine Rechtsverordnung, die aus der Gewerbeordnung abgeleitet wird und primär Schutzbestimmungen rund um den Immobilienerwerb sowie den Abschluss von Bauverträgen enthält. Die Verordnung trat am 1. September 1974 in Kraft und löste landesrechtliche Vorschriften ab, indem sie erstmals einen bundesweit einheitlichen Schutz schuf.


Die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität der Weiterbildungsmaßnahme für Immobilienmakler:

Einer Weiterbildungsmaßnahme muss eine Planung zugrunde liegen, sie muss systematisch organisiert und die Qualität derjenigen, die die Weiterbildung durchführen, muss sichergestellt sein.

 

1. P l a n u n g

1.1 Die Weiterbildungsmaßnahme ist mit zeitlichem Vorlauf zu ihrer Durchführung konzipiert.

1.2 Die Weiterbildungsmaßnahme ist in nachvollziehbarer Form für die Teilnehmer beschrieben.

1.3 Der Weiterbildungsmaßnahme liegt eine Ablaufplanung zugrunde, auf die sich die Durchführung stützt.

 

2. Systematische Organisation

2.1 Teilnehmer erhalten Im Vorfeld der Weiterbildungsmaßnahme eine Information bzw. eine Einladung In Textform.

 2.2 Die Information bzw. die Einladung enthält eine Beschreibung der Fortbildungsmaßnahme, aus der die Teilnehmer die erwerbbaren Kompetenzen sowie den Umfang der Weiterbildungsmaßnahme in Zeitstunden entnehmen können.

2.3 Die Anwesenheit des Teilnehmers wird vom Durchführenden der Weiterbildungsmaßnahme verbindlich dokumentiert und nachvollziehbar archiviert. Dies gilt auch für Lernformen wie dem selbstgesteuerten Lernen, dem blended-Learning und dem e-Learning. Bei Weiterbildungsmaßnahmen im Selbststudium ist eine nachweisbare Lernerfolgskontrolle durch den Anbieter der Weiterbildung sicherzustellen.

 

3. Sicherstellung der Qualität der Durchführenden der Weiterbildung

3.1 Für diejenigen, die die Weiterbildungsmaßnahme durchführen, liegen Anforderungsprofile vor.

3.2 Systematische Prozesse stellen die Einhaltung dieser Anforderungen sicher.

 

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit unter Tel.: 06021-1307122 zur Verfügung.

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